Wie wurde ich Kinderwunsch-Coach?

Foto: Alexandra Schmidt, Alex, Kinderwunsch-Coach, Kinderwunsch-Coaching Anfang zwanzig kam das erste Mal das Thema Kinderwunsch auf. Damals frisch verheiratet. Die Ehe hielt nicht und die darauffolgenden Jahre stand mehr der Job im Vordergrund. Ich genoss die Kinder von Freunden, wurde Patentante und wusste ja, ich werde das auch irgendwann haben. Ich wurde 30, ich wurde 35 und mit einem: „Naja, heute sind die Mamas ja tendenziell älter“, beruhigte ich mich.

Mit 38 Jahren lernte ich endlich meinen Herzensmann kennen. Hurra! Als ich 40 Jahre alt war starteten wir mit dem Üben und waren überzeugt, es würde zeitnah klappen. Das hat es nach 6 Monaten auch. Leider hatte ich in der 10. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt. Nach Trauer folgte Wut, aber auch irgendwann wieder der Optimismus, dass es klappen würde. Tat es aber nicht. Das Hoffen und Bangen, die Enttäuschung über jede Periode, der Neid auf schwangere Freundinnen begann. Wir wendeten uns an eine Kinderwunsch-Klinik und entschieden uns für eine Insemination, bei der es tatsächlich auf Anhieb klappte. Ich war außer mir vor Freude. Allerdings hielt die Freude nicht lange, denn auch diese Schwangerschaft endete in der 10. Schwangerschaftswoche. Das Drama begann von Neuem! Wir versuchten es noch zwei weitere Male und beendeten dann dieses Kapitel Kinderwunsch-Klinik. Ich war nicht bereit für eine künstliche Befruchtung.

Es kreisten Gedanken darum, warum ich nicht auch dieses Wunder erfahren darf und gleichzeitig wollte ich nicht lockerlassen. Ich begann zu recherchieren und mich weiterzubilden, was mithilfe von Vitalstoffen, Homöopathie und innerer Einstellung möglich ist. Ich schaute noch mehr auf meine Ernährung, supplementierte bestimmte Vitamine, coachte mich selbst und es passierte - nichts. Nach einem weiteren Jahr Hoffen konnte ich nicht mehr. Ich hatte alles in meiner Macht Stehende getan und wenn ich einfach keine Mama werden soll, war ich bereit, dies zu akzeptieren.

Am 1.11.2018 wurde unser Sohn Tom geboren und ich mit 45 Jahren endlich Mama. Für mich war klar, dass das, was ich für mich umsetzte und anwandte zu diesem Wunder führte. Und ich bin dankbar dafür, jeden Tag aufs Neue!